Freitag, 31. Oktober 2014
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Friedensfilmpreis 2014 für "We Come As Friends"

Begründung der Jury

We Come As Friends
Der österreichische Filmemacher Hubert Sauper fliegt mit einem selbstgebauten Kleinflugzeug nach Afrika, ins Epizentrum eines Konfliktes: in den Sudan. Bei jeder seiner vielen Landungen begegnet er Menschen, die Akteure in einer für den Kontinent exemplarischen Situation sind. Was zunächst interventionistisch erscheint wird zu einem wichtigen künstlerischen Mittel, das überraschende Einblicke gewährt. Alle sind Aliens: der amerikanische, evangelikale Pastor, die chinesischen Ölproduzenten und der Filmemacher selbst. Sie treffen auf lokale Eliten die auf ausländische Investitionen hoffen. Und auf Sudanesen die unter teils erschreckenden Bedingungen leben. Der Detailreichtum des Films macht neugierig, auch weil der Film zeigt, dass die Fehler der kolonialen Vergangenheit wiederholt werden. Er kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, an dem Afrika von der deutschen Außen-und Sicherheitspolitik wieder entdeckt wird. Die „Freiheit“ wird bald nicht mehr nur am Hindukusch verteidigt, sondern auch jenseits der Sahara. Und damit auch der Zugang zu Rohstoffen: „We Come As Friends“.

Die Friedensfilmpreis-Jury 2014
Claudia Gehre (Jurysprecherin), Andreas Altenhof, Helgard Gammert, Elias Gottstein, Michael Kotschi, Till Passow, Katrin Schlösser, Marianne Wündrich-Brosien, Martin Zint

Berlinale Informationsblatt

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Interview mit Hubert Sauper

Informationen über Südsudan

Zur im Film behandelten Thematik hat die Heinrich-Böll-Stiftung eine Broschüre herausgegeben:

"Der Sudan nach der Teilung. Neue Lösungsansätze für eine neue Region"

Kostenfreier Download hier

IRINnews logo

As peace talks in Addis Ababa bring South Sudan’s belligerent parties together it’s worth reflecting on the extent of the crisis that has unfolded in that country since mid-December. Some 738,000 people are internally displaced and a further 135, 000 have fled across borders to neighbouring countries. The number of dead and wounded is estimated to be in the tens of thousands. A cessation of hostilities was signed on 23 January but is not holding across the country. There is an urgent need for food, clean water, healthcare, shelter, sanitation, hygiene and protection that exceeds current humanitarian capacity.

How did it come to this in the world’s youngest country? Is this a tribal war? How can South Sudan move forward? These questions and more are addressed in IRIN’s latest multimedia production, South Sudan: Shattered Dreams.

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