Vor vollem Haus: Mohamed Al-Daradji erhält den 25. FriedensfilmpreisEs war ausverkauft: Um 15 Uhr öffnete die Tageskasse, um 15:34 Uhr waren alle Eintrittskarten verkauft. Die Vergabe des 25. Friedensfilmpreises an Mohamed Al-Daradji für seinen Film "Son of Babylon" zog das Interesse von Publikum und Presse an. Verleihung des 25. Friedensfilmpreises am 21. Februar 2010Der diesjährige Friedensfilmpreis wird am Sonntag, 21. Februar 2010, um 17 Uhr feierlich in der Akademie der Künste Berlin-Tiergarten (Hanseatenweg 10) verliehen. Die Journalistin Carolin Emcke wird die Laudatio auf den preisgekrönten Film halten. Mehr zur VerleihungWir freuen uns: Carolin Emcke hält Laudatio auf den Gewinner des 25. FriedensfilmpreisesDie Journalistin und Publizistin Carolin Emcke wird die Laudatio auf den 25. Gewinnerfilm des Friedensfilmpreises halten. Wir freuen uns sehr! Carolin Emcke, Jahrgang 1967, arbeitet als internationale Reporterin und berichtete unter anderem für Spiegel und DIE ZEIT aus Konfliktregionen wie Afghanistan, Pakistan, Iraq, Libanon, Westbank und Israel. Sie ist u.a. Autorin der Bücher "Stumme Gewalt – Nachdenken über die RAF" und "Von den Kriegen – Briefe an Freunde". Herzlichen Dank, Carolin Emcke, für Ihre Zusage! |
Herzlichen Glückwunsch!Der 25. Friedensfilmpreis geht an "Son of Babylon" von Mohamed Al-Daradji"Son of Babylon" ist der Preisträger des 25. Friedensfilmpreises. Der Film von Mohamed Al-Daradji, der im Panorama gezeigt wurde, schildert die Suche des kurdischen Jungen Ahmed und seiner Großmutter nach Ahmeds Vater. Die Jury des Friedensfilmpreises: "Ein Film über Schuld, Wahrheit, Reue und Vergebung und über die Stärke der Großmütter, die die ganze Welt in ihren Händen halten: Eine lange Reise." Informationen zur Preisverleihung
Schirmherrin: Friedensfilmpreis ist eine "feste und anerkannte Instanz"Dr. Dieter Lehmkuhl, IPPNW-Vorstand, sagte in seiner Rede zum 25. Geburtstag des Friedensfilmpreises: "Das heutige Jubiläum ist ein Anlass für einen kritischen Rückblick und für eine Kursbestimmung für die nächsten Jahre. Wir als IPPNW würden es begrüßen, wenn auch andere Personen, Gruppen und Organisationen, die sich für eine Kultur des Friedens engagieren, für eine Unterstützung des Friedensfilmpreis-Projektes gewonnen würden, um es in jener Bewegung, aus der der Friedensfilmpreis vor 25 Jahren hervorgegangen ist, wieder stärker zu verankern. Friedensfilmpreis bezieht sich nicht nur auf die Inhalte und Botschaft der ausgezeichneten Filme. Der Name bezeichnet auch die Herkunft des Preises aus der Friedensbewegung." Die Rede im Wortlaut finden Sie hier Rede von Dr. Dieter Lehmkuhl, IPPNW Meinungsfreiheit: Prominente Filmemacher unterstützen israelischen Regisseur Mohammad BakriOren Moverman, Gewinner des Friedensfilmpreises und des Silbernen Bären 2009 für "The Messenger", unterstützt Mohammad Bakris Kampf gegen die Zensur in Israel ebenso wie Udi Aloni (Berlinale 2006: "Forgiveness") und die Yes-Men (Berlinale 2009: "The Yes Men fix the World"). Am Freitag, 19.2., um 17 Uhr soll der "2010 Platinum Bear of Free Speech", der spontan ins Leben gerufen wurde, im Ballhaus Naunynstraße (Naunynstraße 27) an Mohammad Bakri verliehen werden. "By this act", schreiben die Initiatoren, "we are saying No! to cynical attempts by governments to silence great artists through dubious legal means... And saying Yes! to dialogue, free speech, and a lasting peace." "Ein Preis, der bewegt"Der Friedensfilmpreis wird 25! Aus diesem Anlass veranstaltete die Initiative Friedensfilmpreis, die IPPNW, die Friedensinitiative Zehlendorf, die Heinrich-Böll-Stiftung und das Internationale Auschwitz-Komitee am Montag, dem 15. Februar 2010, ein Podiumsgespräch: "25 Jahre Friedensfilmpreis – ein Preis, der bewegt". Die Landesvertretung Niedersachsen war gut gefüllt, 170 Gäste nahmen an der Jubiläumsveranstaltung teil. Auf dem Podium waren sich Jasmila Zbanic, Pepe Danquart, Ulrich Gregor, Rüdiger Suchsland und Ernst Szebedits einig: Der Friedensfilmpreis ist einer der wichtigen Preise auf der Berlinale. Als Jubiläumsgäste begrüßten wir auf dem Podium:
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Die Laudatio von Carolin Emcke auf "Son of Babylon"Carolin Emcke sagte in ihrer Laudatio unter anderem: "Wir haben keine Vorstellung vom Krieg, je mehr Bilder wir in den Nachrichten sehen, so scheint es, umso weniger verstehen wir von der Wirklichkeit des Krieges." Und: "Dabei sind es nicht die großen Szenen, die uns vorführen, was Frieden bedeuten könnte, sondern die kleinen Gesten: die helfende Hand beim Herabsteigen vom Lastwagen, das gemeinsame Singen, das Wechseln der Sprache, das Waschen des Gesichts, all diese Momente, die unwahrscheinlich sind, und die doch Symbole für das andere sind: die Liebe und die Vergebung, die Hoffnung und die Sühne. Unwahrscheinlich vielleicht, aber hoffen und lieben, schaffen und leben lässt sich nur in das Unwahrscheinliche hinein, weil es nur so wahrscheinlicher wird." Die gesamte Laudatio im Wortlaut finden Sie hier: Einen Friedensfilm für jeden TagSeien Sie ins friedenspolitische Berlinale-Kino eingeladen: Jeden Festival-Tag empfehlen Mitglieder der Jury einen sehenswerten Friedensfilm. Natürlich geben diese Empfehlungen keinen Aufschluss darüber, wer den Friedensfilmpreis dieses Jahr gewinnen wird. Aber: Engagiertes Kino gibt es viel auf der Berlinale zu sehen. Empfehlung für den 20.2.2010: Empfehlung für den 19.2.2010: Empfehlungen für den 18.2.2010: Empfehlung für den 17.2.2010: Empfehlung für den 16.2.2010: Empfehlung für den 15.2.2010: Empfehlung für den 14.2.2010: Empfehlung für den 13.2.2010: Empfehlung für 12.2.2010: Am 12.2. war "Red Hand Day": Filme gegen den Missbrauch von Kindern als SoldatenBoris Buchholz, Pressesprecher des Friedensfilmpreises: "Wer 'Feuerherz', 'Lost Children' oder 'Voces Innocentes' in den letzten Berlinale-Jahren gesehen hat, wurde eindrücklich und auf ganz verschiedenen cineastischen Wegen mit der Mißhandlung von Kindern als Soldaten konfrontiert. Es ist ein Verbrechen, dass trotz verbindlicher Verbote immer noch eine Viertelmillion Kinder dazu gezwungen werden, als Soldaten ihre Kind- und Menschlichkeit zu verlieren. Die Initiative Friedensfilmpreis bedankt sich bei Caroline Kamya dafür, dass sie mit ihrem Film 'Imani' die Beschäftigung mit Kindersoldaten auf der Berlinale fortführt. Die Berlinale, bei der kein Film über Kindersoldaten mehr gezeigt werden müsste, weil es keine Kindersoldaten mehr gibt, wäre ein Meilenstein." Die Suche nach dem Gewinner des 25. Friedensfilmpreises beginntSchöner kann man es kaum sagen: „Der Friedensfilmpreis ist die beste Anerkennung, die man kriegen kann“, erklärt Oscar-Preisträger Pepe Danquart: „Der Friedensfilmpreis steht neben dem Oscar in meinem Regal.“ 1997 hatten Pepe Danquart und Mirjam Quinte mit ihrem Film „Nach Saison“, einem Dokumentarfilm über die zweijährige Amtszeit von Hans Koschnick in Mostar, den Friedensfilmpreis gewonnen. Der einzige Friedenspreis auf einem A-Festival ist in seinem 25. Jahr ein fest etablierter Preis der Internationalen Filmfestspiele Berlin. In seinen ersten Jahren, 1986 wurde er zum ersten Mal verliehen, sah das ganz anders aus. |