Presseinformation

12. Februar 2010

"Red Hand"-Filme: Die Rekrutierung von Kindersoldaten ächten

 

Heute ist "Red Hand Day": Dank an Caroline Kamya für "Imani"

Dass politische Filme, die für Mißhandelte Partei ergreifen und gesellschaftliche Mißstände mit filmischen Mitteln offenbaren, notwendig sind, wird am heutigen "Red Hand Day" ein weiteres Mal deutlich. Obwohl 2002 mit dem Zusatzprotokoll der UN-Kinderrechtskonvention der Einsatz von Kindersoldaten weltweit geächtet wurde, stehen heute schätzungsweise 250 000 Kinder und Jugendliche unter Waffen. Die Internationalen Filmfestspiele Berlin beschäftigen sich seit Jahren mit dem Thema "Kindersoldaten". Der aktuelle Forumsbeitrag "Imani" von Caroline Kamya setzt die Reihe der Berlinale-Filme zum Thema fort.

Boris Buchholz, Pressesprecher des Friedensfilmpreises:

"Wer 'Feuerherz', 'Lost Children' oder 'Voces Innocentes' in den letzten Berlinale-Jahren gesehen hat, wurde eindrücklich und auf ganz verschiedenen cineastischen Wegen mit der Mißhandlung von Kindern als Soldaten konfrontiert. Es ist ein Verbrechen, dass trotz verbindlicher Verbote immer noch eine Viertelmillion Kinder dazu gezwungen werden, als Soldaten ihre Kind- und Menschlichkeit zu verlieren. Die Initiative Friedensfilmpreis bedankt sich bei Caroline Kamya dafür, dass sie mit ihrem Film 'Imani' die Beschäftigung mit Kindersoldaten auf der Berlinale fortführt. Die Berlinale, bei der kein Film über Kindersoldaten mehr gezeigt werden müsste, weil es keine Kindersoldaten mehr gibt, wäre ein Meilenstein."

 

Berlinale-Filme zu Kindersoldaten

  • 2010: "Imani" von Caroline Kamya (Forum)
  • 2008: "Feuerherz" von Luigi Falorni (Wettbewerb)
  • 2008: "War Child" von Christian Karim Chrobog (Generation 14plus)
  • 2007: "Invisibles" von Isabel Coixet, Fernando León de Aranoa, Mariano Barroso, Javier Corcuera und Wim Wenders (Panorama)
  • 2005: "Lost Children" von Ali Samadi Ahadi, Oliver Stoltz (Panorama)
  • 2005: "Voces Inocentes" von Luis Mandoki (Generation 14plus)
  • 2004: "Zenith" von Bruce Parramore (Panorama Kurzfilm)


Seit 2002 findet jährlich am 12. Februar der "Red Hand Day" statt: Mit roten Handabdrücken und Aktionen von Kindern und Jugendlichen in vielen Staaten wird auf das Schicksal von weltweit schätzungsweise 250 000 Kindersoldaten hingewiesen. In Berlin übergeben heute Vormittag Kinder und Jugendliche rote Handabdrücke – weltweit wurden über 300 000 gesammelt – an Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Der Außenminister wird sich mit seinem Handabdruck der Aktion anschließen.

Weitere Informationen:

 

Zum Friedensfilmpreis:

Der Friedensfilmpreis wird 2010 zum 25. Mal verliehen. Er ist mit 5000 Euro dotiert. Der Preis geht an einen Film, der die ästhetischen Mittel des Films in besonderer Weise in den Dienst des friedlichen Miteinanders und des sozialen Engagements stellt. Schirmherrin des Friedensfilmpreises ist die IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs, Ärzte in sozialer Verantwortung, Friedensnobelpreis 1985). Das Preisgeld wird von der Heinrich-Böll-Stiftung zur Verfügung gestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Boris Buchholz
Pressesprecher Friedensfilmpreis