Presseinformation

13. Februar 2010

Themen und Gesprächspartner: Anderer Blick auf die Berlinale – Frieden im Film


Seit 25 Jahren kultiviert der Friedensfilmpreis einen anderen Blick auf die Berlinale: Welche Filme decken soziale und politische Mißstände auf, welche thematisieren gewaltfreie Konfliktlösungen? Welche Filmemacher suchen den Dialog zwischen Konfliktparteien? Gerne stehen Ihnen Mitglieder der Initiative Friedensfilmpreis für Interviews und Gespräche zur Verfügung.

Ihre Gesprächspartner könnten sein:

  • Marianne Wündrich-Brosien, Mit-Begründerin des Friedensfilmpreises, Jury-Mitglied
    Mögliche Themen: Der Friedensfilmpreis wird 25! Von Schmuddelkindern zu geschätzten Freunden -- vom Werden und Sein des Friedensfilmpreises, vom Umgang der Berlinale und der Öffentlichkeit mit dem Preis und von 24 Preisträger-Filmen, für die der Preis nicht nur Renomée, sondern auch Rückhalt und Schutz bedeutete (Beispiele: 1991 Daniel Diaz Torres "Alicia en el Pueblo de Maravillas -- Alicia im Land der Wunder" -- Verbot seines Films in Kuba; 1999 Yesim Ustaoglu "Reise zur Sonne" -- Festnahme der Hauptdarsteller in der Türkei; 2006 Jasmila Zbanic "Esmas Geheimnis" -- Auseinandersetzungen bei den Aufführungen in Bosnien-Herzegowina)

  • Christoph Heubner, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Jury-Mitglied
    Mögliche Themen: Erinnern an den Holocaust, Zivilcourage fördern, Demokratie stärken, Rechtsextremismus entgegentreten -- die Themen des Internationalen Auschwitz Komitees sind auch die Themen des Friedensfilmpreises. Was Filme bewirken können und wie wichtig sie sind, um Zeitzeugen-Wissen zu bewahren und in seiner Emotionalität erfahrbar zu machen, zeigt Ilona Ziok mit ihrem Film "Fritz Bauer -- Tod auf Raten" eindrücklich (oder auch Stefan Ruzowitzkys "Die Fälscher", Berlinale 2007).

  • Christian Ziewer, Filmemacher und Dozent, Jury-Mitglied
    Mögliche Themen: Friedensfilme müssen keine Dokumentarfilm sein -- laufen politische Fiction-Streifen den Dok-Filmen den Rang ab? Gibt es eine Ästhetik des Friedensfilms? Neben der politischen Brisanz müssen die Preisträgerfilme eine besondere cineastische Qualität aufweisen -- vom Spagat zwischen Inhalt und Form.

Gerne vermittelt das Pressebüro den Kontakt zu Ihrem Wunsch-Gesprächspartner.

 

Zum Friedensfilmpreis:

Der Friedensfilmpreis wird am 21.2.2010 zum 25. Mal verliehen. Er ist mit 5000 Euro dotiert. Der Preis geht an einen Film, der die ästhetischen Mittel des Films in besonderer Weise in den Dienst des friedlichen Miteinanders und des sozialen Engagements stellt. Schirmherrin des Friedensfilmpreises ist die IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs, Ärzte in sozialer Verantwortung, Friedensnobelpreis 1985). Das Preisgeld wird von der Heinrich-Böll-Stiftung zur Verfügung gestellt.