Carolin Emcke
© Carolin Emcke / Pressefoto

Presseinformation

18. Februar 2010

Laudatorin des 25. Friedensfilmpreises (So, 21.2., 17 Uhr, Akademie der Künste): Carolin Emcke: "Ein Bild vom Frieden schaffen"


Dr. Carolin Emcke, Buchautorin und internationale Reporterin, wird am kommenden Sonntag (21.2., 17 Uhr, Akademie der Künste) die Laudatio auf den Gewinnerfilm des Friedensfilmpreises der Berlinale 2010 halten. Carolin Emcke hat Krieg und Konflikte als Berichterstatterin für Medien wie "Die Zeit" und "Der Spiegel" aus nächster Nähe erlebt -- die Initiative Friedensfilmpreis freut sich sehr, Carolin Emcke für das 25. Jubiläum des Friedensfilmpreises gewinnen zu können.

Dr. Carolin Emcke zum Friedensfilmpreis:

"Mit dem Friedensfilmpreis soll die Aufmerksamkeit auf Filme gelenkt werden, die in Zeiten der medialen Dauerbeschallung mit Bildern von Kriegen gegen die Immunisierung der Zuschauer antreten. Hier sollen Filme gewürdigt werden, die durch eine andere Perspektive, eine andere Erzählform oder den Fokus auf eine vergessene Region etwas zu retten versuchen, das sonst verloren geht: den Blick für die Ränder von Konflikten, für Nischen in kriegsversehrten Regionen, den Blick für randständige Figuren, die sich dem Strudel von Gewalt und Brutalität entgegensetzen.

Es sollen Filme geehrt werden, die nicht nur laut daherkommen oder schrill, sondern sich leise und behutsam an das wagen, was so schwer zu sein scheint: ein Bild vom Frieden zu schaffen, auch wenn alle anderen es für unwahrscheinlich oder unmöglich halten."

 

MEHR ZU CAROLIN EMCKE:

Carolin Emcke, geb. 1967, studierte Philosophie, Politik und Geschichte in London, Frankfurt am Main und Harvard; Promotion in Philosophie über den Begriff "Kollektiver Identitäten". Von 1998 bis 2006 war sie Redakteurin beim "Spiegel" und als Auslandsredakteurin in vielen Krisengebieten (Afghanistan, Pakistan, Kosovo, Iraq, Kolumbien, Libanon u.a.) unterwegs. 2003/2004 war Carolin Emcke Visiting Lecturer für Politische Theorie an der Yale University mit Seminaren über "Theorien der Gewalt" und "Zeugenschaft von Kriegsverbrechen". Seit der Spielzeit 2004/2005 Moderation der monatlichen Diskussionsveranstaltung "Streitraum" an der Schaubühne Berlin. Seit 2007 arbeitet Carolin Emcke als Publizistin und internationale Reporterin (in u.a. Israel, Westbank, Pakistan, Äygpten, Irak, USA). Regelmäßig Vorträge und Seminare über Globalisierung, Theorien der Gewalt, Zeugenschaft, Photographie, kulturelle Identitäten. Mehr: www.carolin-emcke.de

 

BILDMATERIAL:

http://www.peacefilmaward.org/presse-service/fotos/

 

DIE VERLEIHUNG:

Der Friedensfilmpreis der Internationalen Filmfestspiele 2010 wird am Sonntag, 21.2., um 17 Uhr feierlich in der Akademie der Künste (Hanseatenweg 10, Berlin-Tiergarten) verliehen. Eintritt: 5 Euro (Karten nur an der Tageskasse, die am 21.2. um 15 Uhr öffnet). Pressekarten: Journalisten müssen sich für die Verleihung beim Pressebüro akkreditieren; eine Berlinale-Akkreditierung oder ein Presseausweis reichen für den Einlass nicht aus.

ZUM FRIEDENSFILMPREIS:

Der Friedensfilmpreis wird 2010 zum 25. Mal verliehen. Er ist mit 5000 Euro dotiert. Der Preis geht an einen Film, der die ästhetischen Mittel des Films in besonderer Weise in den Dienst des friedlichen Miteinanders und des sozialen Engagements stellt. Schirmherrin des Friedensfilmpreises ist die IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs, Ärzte in sozialer Verantwortung, Friedensnobelpreis 1985). Das Preisgeld wird von der Heinrich-Böll-Stiftung zur Verfügung gestellt.


Boris Buchholz

Pressesprecher Friedensfilmpreis