Der 1984 gestiftete Friedensfilmpreis wird seit 1990 unterstützt von den Internationalen Ärzten für die Verhütung des Atomkrieges e.V. (IPPNW). Die IPPNW wurde 1980 von einem russischen und einem amerikanischen Arzt gegründet. Sie erhielt 1984 den UNESCO-Friedenspreis und 1985 den Friedensnobelpreis für ihre Aufklärungsarbeit über die Auswirkungen eines Atomkrieges. Seit 1993 arbeitet die IPPNW für die Verhinderung aller Kriege. Die englische Abkürzung IPPNW steht für "International Physicians for the Prevention of Nuclear War". Die deutsche IPPNW hat rund 9.000 Mitglieder und 90 Regionalgruppen. www.ippnw.de

Das Internationale Auschwitz Komitee wurde 1952 von Überlebenden des Lagers Auschwitz-Birkenau gegründet: Erinnerung, Entschädigung und Aufklärung waren die Intentionen der ehemaligen Häftlinge. Die pädagogische Arbeit der Zeitzeugen ist besonders jungen Menschen gewidmet. 1992 öffnete sich das Komitee für Stiftungen und Organisationen, die sich den Zielen des IAK verbunden fühlten. Heute gehören dem Komitee Organisationen aus 19 Ländern an.
2009 formulierten die Überlebenden im Int. Auschwitz Komitee ihr „Vermächtnis“:
„Die letzten Augenzeugen wenden sich an Deutschland, an alle europäischen Staaten und die internationale Gemeinschaft, die menschliche Gabe der Erinnerung und des Gedenkens auch in der Zukunft zu bewahren und zu würdigen. Wir bitten die jungen Menschen, unseren Kampf gegen die Nazi-Ideologie und für eine gerechte, friedliche und tolerante Welt fortzuführen, eine Welt, in der Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus keinen Platz haben sollen.“
Weiterhin unterstützt die Heinrich-Böll-Stiftung den Preis. Die Heinrich-Böll-Stiftung steht Bündnis 90/Die Grünen nahe. Neben Seminaren, Fortbildungen, Stipendien und Forschungen fördert die Heinrich-Böll-Stiftung politische Initiativen. Die Auseinandersetzung mit dem Medium Film erschließt der Stiftung einen wichtigen Bereich ihres kulturpolitischen Engagements. Eine Unterstützung der Auszeichnung von Filmen, die Themen, Fragen und Probleme auf eine überzeugende Weise aufgreifen und vermitteln können, ist daher nur konsequent. Der Initiative Friedensfilmpreis stellt die Heinrich-Böll-Stiftung das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. www.boell.de